| Sorte |
Herkunft |
Weincharakter |
Rebe |
| Gewürztraminer |
Eine sehr alte Kulturrebsorte aus dem nördlichen Griechenland, die vermutlich seit 1500 Jahren in Deutschland angebaut wird. |
Milder Wein mit feinem, würzigem, an Rosenduft erinnerndem Bukett und leuchtend goldgelber Farbe. Besonders geeignet als Aperitif, zu Forelle, Lachs, Felchen oder auch würzigem Käse. |
Buschiges Laub mit kleinbeerigen, rosafarbenen Trauben, die auch als Tafeltrauben geschätzt werden. |
| Grauer Burgunder |
Stammt von der Burgunderfamilie ab und wurde durch Johann Seger Ruland aus Speyer (1711) verbreitet. Deshalb wird der Graue Burgunder auch als Ruländer bezeichnet. |
Körperreicher, kräftiger, meist trocken oder halbtrocken ausgebauter Wein, der zu gutem Essen wie Wildgeflügel, Gänse- und Entenbraten zu empfehlen ist. |
Dunkelgrünes Laub mit ausgeprägten fünfeckigen Blättern und grauroten Trauben. |
| Kerner |
Kreuzung von Trollinger und Riesling aus dem Jahre 1929, benannt nach dem schwäbischen Dichter Julius Kerner. |
Gehaltvoller, rassiger und fruchtiger Wein mit interessantem Bukett und geschmeidigem, goldgelbem Farbton. Zu Speisen wie Fisch, hellem Fleisch und Käse empfohlen. |
Dunkelgrünes Laub, starker buschiger Wuchs mit sogenannten Geiztrieben und lockerbeerigen Trauben. |
| Müller-Thurgau |
Kreuzung zwischen Riesling und Silvaner von Prof. Dr. Müller aus Thurgau aus dem Jahre 1882. Die Anbaufläche an der Nahe beträgt 23%. |
Blumiger, leichter Wein mit geringer Säure, duftigem Bukett und heller goldgelber Farbe. Wird als oft als Schorle getrunken und in besseren Qualitäten zu Desserts. |
Hellgrüne, kräftige Blätter mit schöner Form. Die Beeren sind länglich oval und sitzen locker am Traubenstiel. |
| Muskateller |
Er zählt zu den ältesten Rebsorten der Menschheit und wurde schon von Karl dem Großen und Barbarossa genossen. Als eine seltene Spezialität im deutschen Weinsortiment bekannt ist der Muskateller als Spezialität über die ganze Welt verbreitet. |
Rassiger Wein mit ausgeprägtem Muskataroma. Empfohlen zu Desserts mit frischen Früchten. |
Scharf gezacktes Laub und rötliche Trauben mit ovaler Beerenform zeichnen diese Rebsorte aus. Sehr delikate Tafeltraube mit süßem Geschmack. |
| Riesling |
Entstanden aus der Wildrebe Vitis Vinifera ist der weiße Riesling die wertvollste und meistverbreitete Rebsorte in Deutschland. Die Anbaufläche an der Nahe beträgt 26 %. |
Fruchtiger Wein mit frischem Bukett, feiner Säure und goldgelber Farbe. Sein Aroma erinnert an reife Pfirsiche. Kennzeichen sind seine feine Rasse und Eleganz. Besonders Empfohlen zu Meeresfrüchten, Fisch, Huhn und Schweinefleisch. Zum Dessert geschätzt als Spät- oder Auslese mit dienender Restsüße. |
Dunkelgrünes, kräftiges Laub mit dichten Trauben. |
| Scheurebe |
Nach dem Züchter Hans Georg Scheu (1916) benannte Kreuzung von Silvaner und Riesling aus dem Jahre 1956. |
Eine zu Edelfäule (Botritis) neigende Rebsorte mit einem an schwarze Johannisbeeren erinnernden, feinen Bukett. Bei hoher Reife sind beste Qualitäten erreichbar. Diese eignen sich als Aperitif oder zu Desserts. |
Dunkelgrünes, kräftiges Laub mit intensiver Braunfärbung der Reben. |
| Silvaner |
Vermutlich aus Transsylvanien (Siebenbürgen) stammend. Deutschland besitzt die größte Silvaner-Anbaufläche der Welt. Galt einst als wichtigste Sorte in Langenlonsheim und wurde früher auch Franke oder Österreicher genannt. Die Anbaufläche an der Nahe beträgt 11 %. |
Milder, feinfruchtiger Wein mit weichem Bukett und dezenter Blume. Sehr zu rustikalen Speisen zu empfehlen. |
Kleine, rundliche, hellgrüne Blätter und fleischige Beeren die als Tafeltrauben sehr beliebt sind. |
| Dornfelder |
Gezüchtet von der Weinbauschule Weinsberg in den 60er Jahren. |
Edler Rotwein mit tiefvioletter, dichter Farbe, viel Körper und Duft. |
Kräftiger Wuchs mit dunkelgrünen Blättern. Große, lockerbeerige Trauben zeichnen die Dornfelderrebe aus. |
| Spätburgunder (Pinot Noir) |
Gilt als Urvater der Burgunderreben und ist weltweit unter der Bezeichnung "Pinot noir" verbreitet. Als eine der ältesten Kulturreben erstmals im Niltal und später um 300 n. Chr. in Burgund angebaut. Der eigentliche Spätburgunder kam schon 881 nach Deutschland und zählt zu den edelsten Rotweinsorten. |
Vollmundiges, samtiges, an Mandeln erinnerndes Aroma mit dunkelroter Farbe. Besonders empfohlen zu Wildgerichten und Geflügel, aber auch zu Pasta und Pizza. Wird auch als Rosee ausgebaut, wobei die Farbe in den Beerenhülsen zurückbleibt und ein lachsfarbener frischer Wein entsteht, der besonders zur Sommerzeit genossen wird. |
Eleganter Wuchs mit hellgrünen, stark strukturierten Blättern. Die Beeren sitzen dicht aneinander. |